Übersicht über die Situation
Das Gebäude ist mittelgroß: 5 000 m² automatisierte Produktion mit 5 Robotern, 2 Laderampen, an denen die frischen Kartoffeln ankommen, 1 offene Kantine für die Mitarbeiter, 2 Toiletten, 1 Umkleideraum mit Schließfächern und ein Abwassermanagementsystem (innen und 2 Waschbecken außen).
Über dem Produktionsbereich befinden sich die Technikräume mit Rohrleitungen und Elektrokabeln. Diese kommen vom Dach oder von unterirdischen Eingängen und versorgen die darunter liegende Produktionshalle. Sie verlaufen also durch das gesamte Gebäude.
Die Fritteusen, die Tag und Nacht in Betrieb sind, stoßen viele fettige Dämpfe aus, die durch das Dach dringen und sich in den Technikräumen niederschlagen.
Inspektion und Nachverfolgung
Als erstes wurde bei der Inspektion klar, dass die Nagetiere nicht aus dem Inneren der Produktionshalle oder aus den Liegeplätzen stammten. Es gab keine Hinweise auf ein Nest.
Wir folgten den Fettspuren an den Stromleitungen und sahen, dass sie in den schwer zugänglichen und un übersichtlichen Maschinenraum führten. Hier wurden keine Kontrollmaßnahmen ergriffen.
Wir fanden einen Eingang für Nagetiere durch das unzureichend „geschützte“ Lüftungsrohr. Der Geruch und das kondensierte Frittierfett lockten die Ratten an.
Die Ratten durchbissen das Gummi und die Isolierung um die Rohre herum und den Kunststoff des Rohrs selbst und drangen dann über die elektrische Verdrahtung der Rohre in die technischen Bereiche ein.
Vorbeugung und Abhilfe
- Die Rohrleitungen wurden von der technischen Abteilung vor Ort mit einem Stahlgeflecht gesichert, um das Eindringen von Nagetieren zu verhindern.
- Auch die Lüftungsschlitze wurden ordnungsgemäß abgedichtet.
- Die Kabelkanäle, in denen sich Stromkabel befinden, wurden gesichert, damit keine Nagetiere durchschlüpfen können.
- Alle Spuren ihrer Anwesenheit wurden beseitigt und der Raum gründlich gereinigt.
Überwachung des neuen Schädlingsbekämpfungsprogramms
Wir setzten unsere Präventivmaßnahmen fort, um sicherzustellen, dass sie nicht von hartnäckigen Nagetieren angefressen oder zerstört werden.
Die Decke und die technischen Bereiche wurden in die Inspektionsroutinen des Technikers aufgenommen. Die technische Abteilung leerte die Mülltonnen häufiger.
Es wurde vorgeschlagen, die Mitarbeiter zu schulen, um die Eigeninitiative und Vorsicht der Fabrikarbeiter zu fördern. Wir setzten Erinnerungen mit Aufklebern an den Türen, Plakaten in der Kantine und einer Informationspräsentation auf den Bildschirmen in der Fabrikhalle ein.
Ergebnisse
Nach drei Monaten intensiver Zusammenarbeit konnten wir die Nagetierpopulation drastisch reduzieren. Da ihre früheren Eintrittspunkte versiegelt worden waren, versuchten die Nagetiere, durch die Lücken unter den Ladetorentüren einzudringen, weshalb dieser Bereich zusätzliche Aufmerksamkeit in Form von Überprüfungs- und Kontrollmaßnahmen erhielt. Mit Erfolg stellten wir fest, dass die Aktivität wieder abnahm.